San Anton in Villamartin ist eine Perrera, eine Tötungsstation in Andalusien. Mit engagierter Hilfe vor Ort und aus dem Ausland können große Tötungsaktionen verhindert werden. Ohne die Unterstützung aus dem Ausland bleibt den in der Tötungsstation verbleibenden Hunden nur der Tod.
Mit dem Wissen nicht allen Hunden eine zweite Chance geben zu können, wird in San Anton auf eine möglichst artgerechte Unterbringung der Hunde geachtet. So wird die Station regelmäßig saniert, die Tränkenanlage, zum Beispiel, konnte dank einer lieben Spenderin erneuert werden, es wurden Überwachungsanlagen gegen Diebstähle errichtet, eine Einzäunung ermöglicht den Hunden täglichen Freilauf, Bäume und Hecken bieten dabei Schatten.
Der Tierarzt der Station Juan Bernal ist an einer Aufklärung bemüht und so werden Schulklassen eingeladen und über artgerechte Haltung der Hunde informiert. Zu den mittlerweile regelmäßig statt findenden Kastrationsaktionen, kommen zunehmend auch Einheimische mit ihren Hunden.
Die GALGO-HILFE e.V. unterstützt San Anton bei der Bewältigung der Kosten. Auch das verantwortungsvolle „Reise-fertig-machen” der Hunde hat seinen Preis (Labortest kurz vor Ausreise, Impfungen, Wurmkur, Chip, EU Pass) – die GALGO-HILFE e.V. senkt damit die Kosten der Übernahme eines Hundes aus San Anton.
Leider rettet Geld allein die Hunde nicht vor dem Tod. Ist die Perrera mit Hunden überfüllt, muss eingeschläfert werden. Bei Überfüllung verbreiten sich Krankheiten schneller und die Hunde beginnen sich zu kannibalisieren.
Ohne Freunde, Förderer ist vor Ort Tierschutzarbeit nicht möglich. In einer Perrera (Tötungsstation) werden die Hunde nicht verwahrt – wir können zwar alles tun, um ihnen den Aufenthalt möglichst artgerecht zu gestalten, aber ohne Ausreisemöglichkeit ist den Hunden San Antons der Tod sicher. Auch den Galgos!
Wenn Sie die Auffangstation San Anton in Villamartin direkt mit einer Geldspende unterstützen möchten, hier die Bankdaten der Perrera:
ACOGIDA SAN ANTON
MATHIEU KUIJPER, RANCHO PAMPLINA, 11650 VILLAMARTIN
CAJASOL 1250, BARRIO BAJO, 11650 VILLAMARTIN, CADIZ, ESPANA
ACCOUNTNUMBER SAN ANTON: 2106 1250 78 2124989225
IBAN: ES16 2106 1250 7821 2498 9225
BIC: CECA ES MM 106
Jessica Eckelkamp, 2. Vorsitzende der GALGO-HILFE e.V. schreibt:
»Warum sind denn nur so wenige Galgos in San Anton?!« Häufig bekommen wir diese Frage gestellt, wenn Interessierte auf der San Anton-Website stöbern und sich wundern, dass dort nur so wenige Langnasen zu finden sind – und das obwohl doch gerade die Jagdsaison vorüber ist.
Vor Ort kostet seriöse Hilfe viel Zeit und Saskia Rinia van Nauta, aktive Tierschützerin in San Anton, ist allein für alles verantwortlich. Und sie legt sehr viel Wert darauf, die Hunde mit aussagekräftigen Fotos und einer fundierten Beschreibung vorzustellen. Dafür muss sie sich mit den Hunden befassen, ihr Wesen kennen lernen und schöne Fotos machen. Das ist zeitaufwendig und muss neben allem anderen auch gemacht werden.
Erschwerend kommt hinzu, dass die finanzielle Unterstützung der Stadt Cadiz für San Anton zunehmend rationalisiert wird. Die Folge: die angestellten Arbeiter verrichten ihre Arbeit nur noch nach Dienst, tageweise bleiben sie sogar ganz weg. Das bedeutet für die Tierschützer Saskia und Asuncion: Basisarbeit – putzen und füttern, meist für über 150 Hunde.
Ist das Tageswerk erledigt, kümmert sich Saskia um verletzte Tiere, Tierarzt, Verbände etc. Es müssen Ausreisen vorbereitet werden: Impfungen pro Hund, dazugehörige Papiere, Chip und Mittelmeercheck (Labortest). Transporte zum Flughafen und Boxen organisieren. Auch das ist zeitaufwendig.
Sind die Hunde versorgt, die wichtigen Bürodinge erledigt, dann erst kann sich Saskia der Homepage Aktualisierung und der E-Mail Beantwortung widmen. Und auch Saskias Tag ist irgendwann zu Ende. Sie arbeitet im Gegensatz zu Asuncion ehrenamtlich (Asuncions Hilfe wird über Spendengelder finanziert).
In der Perrera (Tötungsstation!) San Anton warten viele, viele Hunde, auch Galgos, darauf dem Tod zu entkommen.
Wir freuen uns, wenn ihr einem dieser Hunde ein Chance bieten wollt. Bitte informiert euch, vielen Dank!"
Kontakt und mehr Infos, deutsch:
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Kontakt und mehr Infos, englisch/niederländisch:
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Wer helfen möchte, sollte sich der Konsequenzen seines Hilfsangebotes bewusst sein. Jedes herübergeholte Tier bedeutet: Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Die Realität ist leider unromantisch und holt einen im Alltag schnell ein (Hund kann nicht allein bleiben, Hund ist scheu, Hund verträgt sich nicht mit eigenem Hund, Hund findet einfach keine eigene Familie – die Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen). Ist man sich der unromantischen Realität bewusst, ist man meist überrascht, wie erfüllend es ist zu helfen.
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