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Pflegestelle werden

Eine Pflegestelle ist eine Zwischenstation zwischen Tierheim und endgültigem Zuhause. Sie nehmen einen in Not geratenen Hund auf und geben ihm bis zur endgültigen Vermittlung ein vorübergehendes Zuhause. Die Vermittlung wird gemeinsam (Pflegestelle und GALGO-HILFE e.V.) durchgeführt. Ziel ist es, ein stabiles Zuhause für immer zu finden, in dem der Hund geliebt, gut versorgt und artgerecht gehalten wird. Pflegestelle zu sein bedeutet viel Arbeit, Geduld, Zeit, Toleranz, Herz und eine zusätzliche finanzielle Belastung. Wir erwarten von Pflegestellen Zuverlässigkeit, Hundeerfahrung, Seriosität und Verantwortungsbewusstsein. Mit der Aufnahme des Pflegehundes erhalten Sie alle erforderlichen Dokumente wie Impfpass, Laborergebnisse der Mittelmeerkrankheiten sowie einen Pflegevertrag.

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Mit der Aufnahme eines Pflegehundes geht es keineswegs nur darum einen Hund vor dem Tod zu retten, um ihn dann neben sich auf der deutschen Couch zu beschmusen. In Spanien bekommen die Hunde eine möglichst detaillierte Charakterbeschreibung, aber das sind Momentaufnahmen und können nur wenig über die Reaktion des Hundes auf die veränderten Lebensumstände sagen. Es kann sein, dass ein Hund zurückhaltend oder sogar ängstlich bei Ankunft ist und die wenigsten kennen ein Leben in Wohnungen - schon gar keine Busse und Bahnen oder ein trubeliges Leben in der Stadt. Man muss die Hunde langsam an das Leben in Deutschland gewöhnen. Die Pflegehunde brauchen Zeit zum Ankommen. Es stürmen nach der Ankunft innerhalb weniger Stunden so viel auf den Neuzugang ein, neues Klima, neue Menschen, neue Lebensumstände und um das alles zu verarbeiten brauchen die Hunde Zeit. Darüber muss man sich als Pflegestelle im Klaren sein, zum einen, dass man die Verantwortung für das neue Leben des Hundes hat und gemeinsam mit der GALGO-HILFE auch die lebenslange Verantwortung für jeden seiner Pflegehunde.

Gut zu wissen: Falls Sie sich von Ihrem Pflegehund gar nicht mehr trennen möchten, haben Sie das erste Recht auf dessen Adoption.

Aufgaben einer Pflegestelle 

Durch Ihre Beobachtung helfen Sie, das Wesen und den Charakter des Hundes einzuschätzen und so ein passendes Zuhause für ihn zu finden. Damit Interessent/innen sich umfassend über den Hund informieren können, sind Sie mit Interessent/innen per E-Mail und telefonisch in Kontakt. So werden Sie mit entscheiden, ob die Chemie zwischen Hund und Interessent/in stimmt und der Platz als neues Zuhause geeignet ist. Sie werden mit Ihrem Schützling nicht allein sein – die GALGO-HILFE e.V. wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Aber als Pflegestelle gehen Sie einige Verpflichtungen mit der Aufnahme eines Hundes ein. Dazu gehört auch die Bearbeitung von Interessentenanfragen per Mail, regelmäßig neue Fotos vom Hund erstellen (besonders bei Welpen sehr wichtig) sowie eine aussagekräftige Beschreibung für die Vereinswebseite anfertigen. Der zeitliche Aufwand bei einer Pflegestellentätigkeit ist nicht zu unterschätzen.
Pflegestelle sein bedeutet, dass Sie Futter, einem Schlafplatz, Halsband und Leine bereitstellen und auch, dass Sie mobil sein sollten, um den Hund vom Transport abzuholen, wenn notwendig einen eingezäunten Auslauf zu besuchen oder um jederzeit einen Tierarzt aufsuchen zu können.

 

Vorraussetzungen für die Aufnahme eines Pflegehundes:

  • Mindestens ein sicherer, sozialer Ersthund
  • Viel Zeit und gute Nerven
  • Hundeerfahrung
  • Zeit für Anfragen per E-Mail und den Interessenten, die sich den Hund anschauen kommen und gegebenenfalls adoptieren wollen
  • Zustimmung zur eventuellen Überprüfung durch den örtlichen Amtstierarzt
  • Eigeninitiative bei der Vermittlung des Pflegehundes durch Texte, Bilder und Besuchen von Ausläufen oder passenden Veranstaltungen

 

Ablauf: Aufnahme eines Hundes aus Spanien als Pflegestelle

1. Kontaktaufnahme & Fragebogen
Bitte füllen Sie den Fragebogen auf der Seite des Hundes für den Sie sich interesseieren aus. Sie erhalten eine Bestätigung und den ausgefüllten Fragebogen per Mail. Der Fragebogen wird automatisch an die Ansprechpartnerin des jeweiligen Hundes versandt. Den Kontakt finden Sie ganz am Ende des Fragebogens.

2. Persönliches Telefongespräch
Nach Erhalt des Fragebogens setzen wir uns telefonisch mit Ihnen in Verbindung. Dabei können wir auf Ihre Fragen eingehen und gemeinsam schauen, ob die Rahmenbedingungen grundsätzlich passen.

3. Vorkontrolle bei Ihnen vor Ort
Wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, folgt der Besuch bei Ihnen durch eine Vertrauensperson von uns. Wichtig: Dabei geht es nicht um Ihre Einrichtung oder Dekoration – wir möchten lediglich prüfen, ob die gemachten Angaben passend sind und noch offene Fragen klären.

4. Zusage & Buchung
Nach Abschluss aller Vorbereitungen, erhalten Sie einen Pflegestellenvertrag und der Hund wird für den Transport eingeplant. Die Ankunft erfolgt zu einem festen Termin an einem unserer Abholorte: Erkrath (NRW) oder Ettlingen (BW). 

 

Häufig gestellte Fragen:

  • Welche Kosten trage ich als Pflegestelle?

    Sie verpflichten sich, das Tier bis zur Vermittlung unentgeltlich zu versorgen. Der Pflegehund hat bei Ihnen den gleichen Stellenwert und Kostenfaktor wie der eigene Hund. Wer sich als Pflegestelle zur Verfügung stellen möchte, sollte deshalb vorher überlegen, ob er in der Lage ist, dies finanziell zu bewältigen. Die GALGO-HILFE e.V. übernimmt in Absprache die Tierarztkosten, aber nicht jeder Tierarzt arbeitet auf Rechnung. Deshalb sollte die Pflegestelle die Möglichkeit haben in Vorkasse zu treten und erhält die Auslagen gegen Quittung wieder zurück. Floh- und Zeckenmittel gehören preislich noch an die Untergrenze und werden oft als Sachspende ohne Gegenleistung von den Pflegestellen übernommen. Auch der notwendige Tracker verursacht monatlich (geringe) Kosten.

  • Welche Hunde suchen eine Pflegestelle?

    Alle Hunde, die aktuell eine Pflegestelle suchen, finden Sie hier:

    Pflegestelle gesucht

  • Wie lange bleibt der Pflegehund bei mir?

    is zur Vermittlung können Tage bis Monate vergehen. Manche Hunde bleiben länger auf Pflegestelle. Als Verein kann man nicht sagen ob ein Hund zeitnah eine Endstelle findet oder ob es lange dauert, bis er einen passenden Platz gefunden hat.

  • Muss ich für den Pflegehund eine Versicherung abschließen?

    Der Pflegehund ist über den Verein haftpflichtversichert, aber er wird versicherungstechnisch immer dem Haushalt zugeordnet in dem er lebt, das heißt, Schäden z.B. am Mobiliar können nicht über die Versicherung der GALGO-HILFE e.V. abgerechnet werden. Versicherung und im Vorfeld abgesprochene Tierarztkosten werden von der GALGO-HILFE e.V. übernommen.

  • Darf ich mehrere Pflegehunde aufnehmen?

    Wir bitten neue Pflegehunde erst aufzunehmen, wenn der derzeitige Schützling vermittelt wurde. Nur so ist eine individuelle Betreuung und Vermittlung der Hunde möglich.

  • Benötige ich eine Ausbildung oder besonderes Wissen?

    Vorraussetzung für eine Pflegestelle ist Hundeerfahrung, aber keine besondere Ausbildung. Das Grundwissen zu den Mittelmeerkrankheiten sollte vorhanden sein.

  • Gibt es gesetzliche Vorgaben?

    Bitte informieren Sie sich, welche prinzipiellen Anforderungen an Hundehaltung in Ihrer Gemeinde / Bundesland gelten und schauen Sie, ob Sie diese erfüllen können. Wenn Sie z.B. in NRW bisher nur einen kleinen Hund gehalten haben, nun aber einen über 40cm aufnehmen möchten, benötigen Sie z.B. einen Sachkundenachweis. Aufgrund der Transportbedingungen unserer Hunde werden die Veterinärämter der Gemeinden über die Hunde auf den Pflegestellen informiert; der Veterinär weiß also, wo sich jeder einzelne Hund aufhält und es kommt gelegentlich zu Kontrollen. Eine Anforderung von ihm ist, dass alle eigenen Hunde gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Leptospirose sind und gültige Impfpässe dies dokumentieren. Wenn Katzen im Haushalt leben, müssen diese gegen Tollwut, Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft sein.

  • Warum muss ich so viele Fragen beantworten?

    Bitte füllen Sie gewissenhaft den Fragebogen aus – je gewissenhafter Sie ihn ausfüllen, desto besser kann man entscheiden, ob Tier und Mensch zusammen passen – auch wenn es "nur" für eine Pflegestelle ist. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn genau der Hund nicht für Sie in Frage kommt. Es kann so vielen Tieren geholfen werden – es findet sich immer der Deckel zum Topf.

  • Ich war bereits Pflegestelle – muss ich trotzdem den Fragebogen ausfüllen?

    Wenn Sie bereits Pflegestelle für uns waren oder den Fragebogen bereits für einen anderen Hund ausgefüllt haben, schicken Sie gerne einfach eine Mail an die direkte Kontaktperson, die bei jedem Hund angegeben ist.

  • Ich wohne nicht in Deutschland – kann ich dennoch Pflegestelle werden?

    Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Voraussetzung ist, dass die gesetzlichen, tierschutz- und veterinärrechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Ziellandes sowie die Voraussetzungen für die grenzüberschreitende Verbringung erfüllt sind. Diese werden für jeden Hund und jede Vermittlung individuell geprüft. Schicken Sie uns gerne Ihre Anfrage.

  • Wie kann ich den Verein noch unterstützen?

    Wenn Sie bis hier hin gelesen haben und nicht abgeschreckt sind, dann überlegen Sie bitte eingehend, ob Sie für die Tätigkeit als Pflegestelle in Frage kommen. Andernfalls können Sie aber auch auf andere Art helfen. Entweder einen Patenhund mit einer kleinen einmaligen oder monatlichen Geldspende unterstützen oder Sachspenden sammeln und solch eine Spende einem Tierschutzverein übergeben. Es gibt sehr vielseitige Arten, den Tieren zu helfen. Jeder so wie es seine persönlichen Möglichkeiten zulassen.

 

Sie haben noch Fragen zum Thema Pflegestelle?

Kontaktieren Sie gerne unsere Ansprechpartner für neue Pflegestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

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