Pflegestelle werden

Vorraussetzungen für die Aufnahme eines Pflegehundes:

  • Mindestens ein sicherer, sozialer Ersthund
  • Viel Zeit und gute Nerven
  • Hundeerfahrung
  • Zeit für Anfragen per E-Mail und den Interessenten, die sich den Hund anschauen kommen und gegebenenfalls adoptieren wollen
  • Zustimmung zur Überprüfung durch den örtlichen Amtstierarzt
  • Eigeninitiative bei der Vermittlung des Pflegehundes durch Texte, Bilder und Besuchen von Ausläufen oder passenden Veranstaltungen

Als Tierschutzverein sind wir auf verlässliche Unterstützung angewiesen.
Das beinhaltet nicht nur, dass die Pflegestelle das reguläre Futter, den Schlafplatz, Halsband und Leine zur Verfügung stellen muss. Man sollte durchaus mobil sein, um den Hund am Flughafen abzuholen, einen eingezäunten Auslauf besuchen oder jederzeit einen Tierarzt aufsuchen zu können. Nicht jeder Tierarzt arbeitet auf Rechnung. Deshalb sollte die Pflegestelle die Möglichkeit haben in Vorkasse zu treten und erhält die Auslagen gegen Quittung wieder zurück. Floh-, Zecken- und Entwurmungsmittel gehören preislich noch an die Untergrenze und werden in den meisten Fällen als Sachspende ohne Gegenleistung von den Pflegestellen übernommen. Wir werden von Spendengelder unterstützt, welche für ärztliche Versorgung, Transport und Kastrationsaktionen eingesetzt werden. Da bleibt nicht viel übrig, um Pflegestellen den Zögling zu "subventionieren".

Abgesehen von der, im Regelfall überschaubaren, finanziellen Belastung ist der zeitliche Aufwand bei einer Pflegestellentätigkeit nicht zu unterschätzen. Es geht keineswegs nur darum einen Hund vor dem Tod zu retten um ihn dann neben sich auf der deutschen Couch nur zu beschmusen. Wir übernehmen eine lebenslange Verantwortung für jedes einzelne Tier!
Manche Hunde sind traumatisiert, ängstlich und die wenigsten kennen ein Leben in Wohnungen - schon gar keine Busse und Bahnen. Man muss die Hunde langsam an das Leben in Deutschland gewöhnen.
Manche benötigen einen Kurs in der Hundeschule, was wiederum eine zusätzliche zeitliche Belastung dar stellt. Unsere Pflegestellen gehen einige Verpflichtungen mit der Aufnahme eines Hundes ein. Dazu gehört auch die Bearbeitung von Interessentenanfragen per Mail, regelmäßig neue Fotos vom Hund erstellen (besonders bei Welpen sehr wichtig) sowie eine aussagekräftige Beschreibung für die Vereinshomepage anfertigen.
Manche Hunde sitzen länger auf Pflegestelle. Als Verein kann man nicht sagen ob ein Hund zeitnah eine Endstelle findet oder ob der Hund zum Dauerinsassen wird. Auch das Grundwissen zu den Mittelmeerkrankheiten sollte vorhanden sein.
Für Pflegehunde die unter die 20/40 Verordnung fallen, benötigt die Pflegestelle in Nordrhein-Westfalen einen Sachkundenachweis. Wir arbeiten eng mit unserem zuständigen Veterinär zusammen. Alle Pflegestellen- und Adoptantenlisten sind für diesen frei zugänglich; der Veterinär weiß also, wo sich jeder einzelne Hund aufhält und es kommt gelegentlich zu Kontrollen. Eine Anforderung von ihm ist, dass alle eigenen Hunde gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten geimpft sind und gültige Impfpässe dies dokumentieren. Wenn Katzen im Haushalt leben, müssen diese gegen Tollwut, Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft sein.
Wenn Sie bis hier hin gelesen haben und nicht vom Stuhl gefallen sind, dann überlegen Sie bitte eingehend, ob Sie für die Tätigkeit als Pflegestelle in Frage kommen. Andernfalls können Sie aber auch auf andere Art helfen. Entweder einen Patenhund mit einer kleinen einmaligen oder monatlichen Geldspende unterstützen oder Sachspenden wie Halsbänder, Geschirre, Handtücher, Fleecedecken usw. im Bekanntenkreis sammeln und als Sachspende einem Tierschutzverein übergeben.
Es gibt sehr vielseitige Arten, den Tieren zu helfen. Jeder so wie es seine persönlichen Möglichkeiten zulassen.
Viele weitere Infos zur Hilfe, diversen Projekten und auch den wichtigsten Krankheiten finden Sie auf unserer Homepage.

Wir bitten neue Pflegehunde erst aufzunehmen, wenn der derzeitige Schützling vermittelt wurde. Nur so ist eine individuelle Betreuung und Vermittlung möglich.

 

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Das PRO & CONTRA einer Pflegestelle
Eine Pflegefamilie listet auf... 

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